Selbsthilfetag am Münchener Marienplatz 2015

Infostand am Selbsthilfetag - Alles andere als Kinderkram!

Da soll noch einer behaupten, wir ADHSler könnten nicht organisieren und würden nichts fertig bekommen! Wir haben alle fistelstimmigen Zweifler und moosbewachsenen Unken Lügen gestraft und es allen mal wieder gezeigt!


Scheitern ist was für SHDAler!

Es hätte ja auch schief gehen können. Das Aufbauteam, allen voran meine Familie und einige fleißigen Gruppenmitglieder, war natürlich nicht - wie verabredet - um acht Uhr am Start. Wir hatten diesen frühen Termin angesetzt, weil wir gar nicht wussten, was uns erwartet. Oder... Eigentlich hatten wir auf die Zeit, die wir angenommen hatten, dass der Aufbau in Anspruch nehmen würde, eine gute halbe Stunde draufgepackt. Wir wollten ja nicht falsch liegen.

Bestimmt einer unserer Leitsprüche

Das ADHessische (?) Improvisationsgeschick

Von diesem satten Polster war bei unserer Ankunft kaum noch was übrig. Trotzdem ließen wir uns von dieser Tatsache nicht stressen und legten sofort los. Und alles lief wie am Schnürchen. Um kurz vor 9:30 Uhr stand das Ding und alles war vorbereitet. Mit Genugtuung beobachteten wir mehrere Gruppen in unserer Nähe, die noch immer damit beschäftigt waren, den Pavillon aufzubauen oder mit der Konstruktion des Tapeziertischs beschäftigt waren. So was von unorganisiert!

Unser Stand vor dem großen Ansturm

Der frühe Vogel... und andere blöde Sprüche

Da ich unsere Gruppe ja schon sehr früh angemeldet hatte, war unser Platz ein guter und lag im Zentrum des Geschehens. Direkt gegenüber vom Stand des Selbsthilfezentrums. So kamen wirklich viele Leute vorbei. Und viele davon hatten auch Interesse an der Materie. Zugegeben: Sehr viele interessierten sich auch für unsere Hauptattraktion: die reizenden Huladamen!

Unsere Tanztruppe war der Kundenmagnet!

Die traurige Gewissheit: Sex sells!

Tatsächlich waren die vielen Touristen, die sich naturgemäß im Sommer auf dem Marienplatz tümmeln, mit der gesamten Veranstaltung etwas überfordert. Sie dachten, hier fände ein kleiner Markt statt und waren ganz scharf auf die solarbetriebenen, hüftschwingenden Damen. Wir hätten die Gruppenkasse sicherlich füllen können, wenn wir nur auf Vorrat gekauft und die Lizenz zum Veräußern gehabt hätten. So blieb uns nichts anderes übrig, als die sehnsuchtsvollen, grabschenden Händen von einem direkten Körperkontakt abzuhalten.

Wer dafür ist, ist nicht dagegen!

Free the brain!

Da sich viele Infostände in den Fußgän-gerzonen mit armen, geschundenen Kreaturen in viel zu kleinen Lebenräumen beschäftigen, hatten auch wir eine solche Spezies in unseren Stand integriert: das bedauernswerte ADHS-Gehirn , gefangen im engen Käfig der Gesellschaft. Trotz umfangreicher Vorsichtsmaßnahmen unsererseits wurden mehrere Befreiungsaktionen unternommen. Jedoch letztendlich ohne Erfolg. - Leider!

Willkommen im ADHS-Denkpalast

Unter dem Motto "Willkommen im ADHS-

Denkpalast" konnten die Besucher Einblick in die Gedankenwelt von AHDSlern gewinnen. Sie mussten lediglich den Pavillon betreten und den Blick nach oben wenden. Von dort hingen

20 aus Papier gefertigte Objekte herab, die mit ihrer Form und den darauf geschriebenen Statements dazu einladen, ADHS nachzuempfinden.

Pinkeln, stricken, zaubern... Wer kann das nicht!

ADHS-Fakten auf dem Silbertablett

Die Rückwand des Pavillons nutzten wir auch noch als Ausstellungsfläche. Dort ging es um harte Fakten zum Thema ADHS. "Auf dem Silbertablett präsentierten" sich da Infos zur Häufigkeit und den Symptomen, sowie die unterschiedlichen Begleiterkrankungen.

Informationen auf dem Silbertablett präsentiert: Psychoedukation lautet die Devise

Mit derart vielen Attraktionen im Gepäck und den neuen Flyern auf dem Tisch konnte nichts mehr schief gehen. Wir waren erstaunt, wie viele  und wie unterschiedliche Menschen sich von dem Thema angesprochen fühlen. Unser kompetentes Team (In, Me, An, Ka, Ch und Ma) hatten alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm Herr zu werden. Wenn nichts mehr half, drückten wir den Interessenten unsere Flyer in die Hand und verwiesen auf die Website. Irgendwann muss ja auch mal Ruhe sein!


Der einsame Schwätzer am Schluss

Auch der schönste Tag geht einmal zu Ende. Und so war es auch an diesem 27. Juni des Jahres 2015. Doch was ist ein Auftritt in der Öffentlichkeit ohne den "Einsamen Schwätzer am Schluss": Er kommt immer fünf Minuten nach Ende der Veranstaltung und verstrickt mindestens einen Helfer in eine hitzige Diskussion - und hält ihn von seiner Arbeit ab.

Oh, einsamer Schwätzer! Wir hatten doch alles so gut organisiert!

Bildergalerie

ADHS-Selbsthilfegruppe München

Westendstr. 68

80339 München


Selbsthilfezentrum München